“Die Zofen” - Tragödie von Jean Genet

Quelle: vitus theater

Quelle: vitus theater

Ort: Volxhaus, Klagenfurt
Beginn: jeweils 20:00 Uhr
Aufführungstermine:
09. Jännner (Premiere), 10., 11., 16., 17. Jänner 2009
Anfahrtsplan

Weiterer Termin für den 23.01.2009 im Amthof, Feldkirchen.
Anfahrtsplan

mit
Linda Haluschan-Springer (Solange)
Monika Thomaschütz (Claire)
Tina Klimbacher (Gnädige Frau)

Regie und Raum: Patrick Steinwidder

Zur Produktion

„Genet lesen heißt sich mit dem Bösen einlassen.”
Jean Paul Sartre

Wenn die Gnädige Frau das Haus verlässt, schlägt die Stunde ihrer beiden treuen Zofen. In diesem Wohnzimmer jedoch hat Treue nichts mit Loyalität zu tun: Claire und Solange verlieren sich in einem tödlichen Spiel mit verteilten Rollen, in dem es um Phantasien, Erniedrigung und Macht geht: die Zofen wollen die „Gnädige Frau” auslöschen! Aber der diabolische Schlachtplan scheitert auf allen Fronten, und am Ende steht das blanke Skelett des Entsetzens.

Jean Genet, einst Enfant terrible der Literatur des 20. Jahrhunderts, hat in seiner Metapher auf eine Welt, in der nichts heilig und nichts echt ist, ganz ohne Zynismus unsere vielen alltäglichen Masken als lebens- und sterbensnotwenig entlarvt. Die mächtige „Gnädige Frau” ist in sich selbst nicht wirklicher, als in „Claire” oder „Solange” - sie ist wie ein Kostüm, das man sich überstülpt. Und die zwei unterjochten Zofen quälen sich gegenseitig grausamer, als die unsichtbare Macht, die sie zu bestimmen scheint. Zwischen diesen aufgeladenen Polen von Fremd- und Selbstbestimmung führt das Stück einen makabren Tanz auf, der nur in den Abgrund führen kann…


Kurzinfos zu den Akteuren

VITUS THEATER

1996 gegründet in St. Veit an der Glan, seit 12 Jahren fester Bestandteil der Kärntner Amateurtheaterszene - als einzige Amateurgruppe des Landes mit dem Anspruch, modernes Theater abseits der publikumswirksamen Spielpläne zu etablieren.
Produktionen zuletzt: Wenn du geredet hättest nach Christine Brückner (2007); Ein Reigen nach Arthur Schnitzler (2006); Die Kameliendame nach Alexandre Dumas d.J. (Einladung zum österreichischen Festival „schauplatz.theater”, 2005); B & K, Einstücktheater von Gerwin Hoppe (2004); Habekind (Eigenproduktion über sexuellen Missbrauch in der Familie, Förderungspreis des Amateurtheaterverbandes, 2003)


Patrick Steinwidder

geboren 1978 in Judenburg; Studium in Klagenfurt und Bologna (u.a. bei Umberto Eco); 2002/03 Assistent am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Uni Klagenfurt; 2000 bis 2005 Ensemblemitglied der Sommerspiele Eberndorf, dort auch Regieassistent; für das VITUS THEATER: Regie bei Die Kameliendame, Dramaturgie bei Ein Reigen; seit 2007/08 Theaterpädagoge und Dramaturgie-Assistent am Stadttheater Klagenfurt

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Beitrag von Fritz
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