Brewed by Noon @ raj, Klagenfurt

Dienstag, 06.Oktober 2009
21:00 Uhr
Typ: Ethno-Core Konzert
Ort: raj, Klagenfurt
auf der Karte zeigen
Eintritt: keine Information

Auch Ethno-Musik kann Hardcore sein

Sean Noonan´s Brewed by Noon ist ein Gebräu aus Wandering Folk Music der New Yorker Progressive-Jazz-Szene, traditioneller Texte aus Irland, Mali und Senegal, Jazz-Rock-Gitarren, Improvisationen und funkigen bis punkigen Schlagzeug- und Bassgrooves. Ziel ist es, Folklore in einen modernen Jazz-Kontext zu setzen und das kann dann schon in Richtung progressive Rock gehen.

Besetzung an diesem Abend:
Sean Noonan (composition, electro-acoustic drum set)
Aram Bajakian (Guitar)
Shanir Blumenkranz (Bass, Bassist von John Zorn!)

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Beitrag von Fritz
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Kommentare

2 Kommentare zu “Brewed by Noon @ raj, Klagenfurt”

  1. October 7th, 2009 um 11:38
    Kommentar von Fritz


    Vorab: Gratulation an das raj und an Raimund Spöck für das außergewöhnliche Konzert. Ein gelungener Einstand in die Live-Ära des raj. Einigen Besuchern wurde wohl vor dem Kopf gestossen und damit komme ich auch zu der Kritik. Das Trio angeführt von Sean Noonan am Schlagzeug spielte beherzten Progressive Rock mit Ausflügen in den Free-Jazz. Noonan sang, erzählte Geschichten während und zwischen dem Schlagzeug spielen, die beiden großartigen anderen Musiker begleiteten. Meines Erachtens spielte sich der Schlagzeuger zu sehr in den Vordergrund ohne dabei wirklich zu glänzen. Der Bassist, Shanir Blumenkranz, begnügte sich damit gekonnt die Musik zu begleiten, sogar sein einziges Solo unterbrach er und wartete auf einen Einstieg des Gitarissten. Dieser, Aram Bajakian, entlockte seiner spartanischen Gitarre gar nicht gewöhnliche Töne. Er glänzte mit Können. In Momenten zurückhaltend, liess er dann wieder mit seinen noisigen Soli dem Publkium völlig auf den Mundladenmuskel vergessen. Baff! Und das war auch das Publikum. Dieses war überfordert. Blankes Staunen ging oft in Kopfschütteln über. (”Wann klatscht man bei so einem Konzert?”) Da blieb schon das eine oder andere servierte Schmankerl aus der Küche des raj unkonsumiert. Der harte Kern von ca. 30-40 Zuschauern war begeistert. Vielleicht lag es auch an den etwas falschen Erwartungen, also mit Folk und Ethno hatte diese Musik gar nichts zu tun. Eher mit clownesken Free-Progressive Jazz-Rock auf hohem Niveau.
    Fazit: Sean Noonan mag ein guter Geschichtenerzähler sein, leider waren diese nur sehr schwer zu verstehen, aber am Schlagzeug konnte er mich nicht überzeugen. Dies mag auch an den hervorragenden “Begleitmusikern” gelegen sein, die ohne dass sie es wollten, Sean Noonan überragten. Trotzdem 4 von 5 Sterne für das Konzert, für Klagenfurt gesehen 6 von 5 Sternen.
    P.S. Am Nachmittag poste ich hier ein kleines Video des Konzertes.

  2. October 7th, 2009 um 21:46
    Kommentar von Fritz


    So hier das Video:

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